SPD Calden

Gefährdet die Geschäftsführung die Zukunft des Flughafens?

Presse

Das Festhalten an dem Flughafengeschäftsführer gefährdet nach Meinung der Caldener SPD die Zukunft des Kassel Airport als Verkehrsflughafen.

Dies wurde in einer Delegiertenversammlung der SPD Ortsvereine der Großgemeinde thematisiert.

Große Sorge bereiten aktuelle Mediendarstellungen nach denen man annehmen muss, dass die Verhandlungen um einen gesicherten Winter- und Sommerflugplan tatsächlich nicht zielführend und mit dem festen Willen zu einem Abschluss geführt wurden.

Nach Auffassung der Caldener SPD ist sofortiger Handlungsbedarf gegeben und die Sommermonate müssen dringend genutzt werden, den Kassel Airport weiter zu entwickeln und Personalfragen zu klären.

In einer solch kritischen und für die Perspektiven des Airport entscheidenden Phase ist internes Kompetenzgerangel in der Geschäftsführung das Gegenteil von dem was nötig ist: Nämlich das Bündeln aller Kräfte und Mittel um einen gesicherten Flugbetrieb im Winter und Sommer zu gewährleisten.

Vor dem Hintergrund der in der schwarz/grünen Koalitionsvereinbarung geregelten Prüfung zum Flughafen im Jahr 2017, gibt es die Befürchtung, dass die aktuelle Situation damit zusammenhängt. Presseveröffentlichungen zu Folge hat der Geschäftsführer nach Rücksprache mit Wiesbaden eine verhandelte und wohl allgemein übliche Risikoabsicherung für den gesicherten Charterflugbetrieb verweigert.

Unabhängig vom strafrechtlichen Ausgang der Ermittlungen gegen den Geschäftsführer, haben die Veröffentlichungen um die Geschäftsbeziehungen nach Ägypten zusätzliche Schatten auf die Seriosität der Arbeit geworfen.

Die Befürchtung ist groß, dass nun der hessische Ministerpräsident Bouffier und sein Finanzminister Schäfer vor den Grünen einknicken und den immer als „nordhessisches Leuchtturmprojekt der Landesregierung“ bezeichneten Flughafen vor die Wand fahren lassen.

Ein weiteres Indiz dafür sehen die Caldener Genossen darin, dass ein in der Satzung der Flughafen GmbH verankerter Beirat seit Jahren nicht mehr von der Geschäftsführung einberufen wurde. Dieser Beirat, der regelmäßig über aktuelle Entwicklungen informiert wurde und die Entwicklung der Flughafen GmbH begleitete war in der Vergangenheit eine wichtige Schnittstelle zwischen der GmbH und den beteiligten kommunalen Gremien, die dorthin ihre Vertreter entsandten.

Da die Gemeindevertretung keine Möglichkeit hat direkt auf den Geschäftsbetrieb der Flughafen GmbH Einfluss zu nehmen soll mit Anfragen an den Gemeindevorstand und Kreisausschuss ( Bürgermeister und Landrat sind Mitglied des Aufsichtsrates ) versucht werden, Klarheit darüber zu schaffen, wie es kurz- und mittelfristig weitergeht und wie die Gesellschafter beabsichtigen den derzeit unbefriedigenden Zustand zu beenden.